Neues Förderprogramm für Umstieg auf erneuerbare Energien

01.09.2022 | Erzdiözese Freiburg unterstützt Kirchengemeinden bei Veränderung

Die Erzdiözese Freiburg hat sich das Ziel gesetzt, möglichst schnell die Treibhausgasneutralität zu erreichen. Jede Heizung, die mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, ist ein Hindernis auf dem Weg dorthin. Mit dem heute (01.09.) startenden Förderprogramm „Erneuerbare Energien III“ des Erzbistums soll der Umstieg auf erneuerbare Energien im Bereich der Heiz- und Lüftungstechnologie unterstützt und eine bedeutende und dauerhafte Senkung des CO2-Ausstoßes in kirchlichen Gebäuden erreicht werden.
Ein nahezu treibhausgasneutraler Gebäudebestand ist nur erreichbar, wenn als Basis der Energiebedarf für jedes Gebäude soweit wie möglich reduziert wird. Der verbleibende Restbedarf sollte dann über erneuerbare Energien abgedeckt werden. Bei der Umsetzung dieser Strategie soll dieses Förderprogramm helfen.
Bei der Entscheidung, welche Maßnahmen zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs sinnvoll sind, dient die im Rahmen dieser Richtlinie obligatorisch geforderte Energieberatung. Diese muss nach dem von der Erzdiözese definierten Standard vorgenommen werden. So wird gewährleistet, dass vor Investitionsentscheidung und Bauplanung auch energiesparende Maßnahmen an der Gebäudehülle abgewogen werden. Als Anreiz zur Umsetzung gibt es für die Kirchengemeinden bereits eine erhöhte Bezuschussung aus dem Bauförderfonds.

Mittel in Höhe von 750.000 Euro stehen bereit

Die Mittel für das Förderprogramm stammen aus dem Klimaschutz-Fonds. Sie sind zunächst auf 750.000 Euro begrenzt und können solange abgerufen werden, bis sie aufgebraucht sind oder die Richtlinie außer Kraft gesetzt wird. Antragsberechtigt sind die Kirchengemeinden und Gesamtkirchengemeinden. Förderfähig sind Maßnahmen für die Erneuerung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen, bei denen erneuerbare Energien als Energieträger zum Einsatz kommen. 
Das Programm ergänzt die Bezuschussung aus dem Bauförderfonds und die möglichen staatlichen Zuschüsse. Das Förderprogramm soll nach Abzug der genannten Zuschüsse eine nahezu vollständige Kostendeckung für neue, klimafreundliche Heiztechnologien in kirchlichen Gebäuden ermöglichen.
„Damit kommen wir ein weiteres Mal aus dem Reden ins Handeln“, erklärte Weihbischof Dr. Peter Birkhofer, Bischofsvikar für Umwelt und Schöpfung. „Diese Förderung deckt genau den Betrag, den sonst die Kirchengemeinden aufbringen müssten.“ 
„Der Klimaschutz-Fonds beschleunigt mit dieser Förderung den Weg zu den erneuerbaren Energien in kirchlichen Immobilien. Wir müssen zügig, aber mit realistischem Blick auf die verfügbaren Ressourcen, weg von den fossilen Energieträgern“, erklärte Dr. Reinhold John, Leiter der Diözesanstelle für Schöpfung und Umwelt. 
Weitere Informationen zum neuen Förderprogramm finden sich hier: www.Energie-beauftragte.de/ee-iii