358.000 Euro für soziale und pastorale Projekte weltweit bewilligt

06.12.2022 | Erzdiözese Freiburg unterstützt 29 Projekte im Globalen Süden

Brunnenbau Kongo
Freiburg. Die Erzdiözese Freiburg greift sozialen und pastoralen Projekten im Globalen Süden weiter mit umfangreichen Finanzhilfen unter die Arme. Insgesamt fließen allein im vierten Quartal dieses Jahres 358.000 Euro in 29 geförderte Projekte aus Afrika, Asien sowie Lateinamerika und der Karibik, wie die Erzdiözese am Dienstag (06.12.) mitteilte. Über die Förderanträge für das letzte Quartal 2022 entschieden Vertreterinnen und Vertreter des Referats Weltkirche im Erzbischöflichen Ordinariat bei ihrer jüngsten Vergabesitzung. Aus 73 grundsätzlich förderungswürdigen Anträgen wählten sie 19 Projekte aus Afrika, fünf Projekte aus Indien sowie vier Projekte aus Lateinamerika und der Karibik und ein weiteres Projekt aus Asien aus.
 
Insgesamt wurden im Jahr 2022 rund 2,5 Millionen Euro aus dem Bereich Weltkirche der Erzdiözese Freiburg zur Förderung verschiedener Projekte zur Verfügung gestellt, darunter auch Projekte in Zusammenarbeit mit Caritas international.

Hilfe für Menschenrechtsprojekte und Zuschüsse für Bau von Brunnen

Brunnenbau Kongo
Konkret im letzten Quartal dieses Jahres bewilligt wurden zehn Projekte aus dem Bereich pastorale Arbeit sowie Renovierung und Bau von pastoralen Gebäuden wie Pfarrhäusern, Kapellen und der zugehörigen Ausstattung mit einem Volumen von insgesamt 108.000 Euro. Sieben Projekte stammen aus dem Bereich Bildung (Ausbildung, Schulbau und -ausstattung) mit einem Volumen von 80.500 Euro. Weitere 58.500 Euro fließen in fünf Projekte zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung, etwa dem Bau von Brunnen. Hinzu kommen sieben Projekte aus unterschiedlichen Bereichen wie Gesundheit, Hygiene, Toilettenbau, Frauenrechte, Einkommensgenerierung und Menschenrechte mit einem Volumen von 111.000 Euro.
 
Unterbringung und Versorgung von Binnenflüchtlingen Ukraine
Über diese 29 Projekte hinaus werden drei weitere Projekte aus Venezuela, Haiti und Kenia gefördert. Die Gelder in Höhe von insgesamt 37.000 Euro stammen aus dem Nothilfefonds der Erzdiözese Freiburg. Die insgesamt 14 Projektanträge aus der Ukraine werden gesondert behandelt und aus dem Nothilfefonds der Erzdiözese Freiburg sowie eventuell aus dem Wiederaufbaufonds Ukraine finanziert.
 
Außerdem wurden weitere 58.000 Euro für Ordensprojekte in der zweiten Vergabesitzung des Klosterhilfsfonds in diesem Jahr bewilligt: 13.000 Euro für Trinkwasser für ein Geistliches Zentrum sowie 20.000 Euro für eine Klostersanierung im Kongo, 20.000 Euro für Renovierung und Ausstattung eines Schwesternhauses im Südsudan und 5.000 Euro für eine Schutzmauer für einen Konvent in Uganda. Der Klosterhilfsfonds ist eine selbständige Stiftung der Erzdiözese Freiburg.

„Deutliches Zeichen der Solidarität und des Miteinanders in der Einen Welt“

Weihbischof Dr. Peter Birkhofer, Leiter der Hauptabteilung Weltkirche, Ökumene und religiöser Dialog im Erzbischöflichen Ordinariat, erklärte zu den Förderentscheidungen: „Ich freue mich, dass wir auch in diesem schwierigen Jahr mit unserer Projektarbeit ein deutliches Zeichen der Solidarität und des Miteinanders in der Einen Welt setzen können, indem wir unseren Partnerinnen und Partnern die so dringend benötigten Mittel an die Hand geben, um die Lebenswirklichkeit der Menschen in den ärmsten Gegenden dieser Welt zu verbessern.“
 
Sensibilisierung Kinderrechte/gegen Kindesmissbrauch Sansibar
Weihbischof Dr. Birkhofer fügte hinzu: „Wir bewilligen finanzielle Mittel für Trinkwasser, sanitäre Anlagen, den Bau, die Renovierung und Ausstattung von Kirchen, Klöstern und Pfarrhäusern, aber auch von Schulen, Krankenhäusern und sozialen Zentren. Wir fördern Berufsausbildungen, Kurse zu Menschenrechten, Prävention von Gewalt und Aufklärung über Hygiene, Gesundheit und Probleme wie Kinderarbeit und Zwangsehen. Die Palette ist vielfältig und doch ist allen Projekten gemein, dass sie die Lebensrealität der Menschen in den ärmsten Gegenden dieser Welt nachhaltig verändern. Gleichzeitig bekommen wir von unseren Partnerinnen und Partnern auch viel zurück und durften mehr als einmal erfahren, was mit einem klaren Ziel, dem nötigen Optimismus und etwas Starthilfe alles möglich ist. So profitieren wir alle in der Weltkirche vom wachsenden Vertrauen, der Veränderung und Vielfalt, die entstehen, wenn wir für einander Sorge tragen, uns Aufmerksamkeit und Ermutigung schenken.“
 
(muk)