Arbeitnehmerseelsorge überrascht LKW-Fahrer mit Adventsgruß

20.12.2022 | Zeichen der Wertschätzung und des Segens entlang der A 5 am Samstag (17.12.)

Offenburg. Man fährt täglich hinter ihnen her, überholt sie und bekommt sie oft nicht zu Gesicht: die Fernfahrer. Acht ehrenamtliche Helfer und Mitarbeitende der Arbeitnehmerseelsorge, des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt und des Verdi Kraftfahrerkreises Südbaden klopften am Samstagnachmittag (17.12.) auf den Parkplätzen der A5 zwischen Achern und Baden-Baden an die Türen der LKWs oder trafen ihre Fahrer beim Kochen mit dem Gasbrenner, um sie mit einem adventlichen Gruß zu überraschen.
 
Die meisten der Fernfahrer sind aus Ost-, einige auch aus Südeuropa. Die Mitarbeitenden überbrachten eine Geschenktüte mit Duschgutscheinen und einer Dankeskarte. Auf der Rückseite der Karte fanden sich in vielen Sprachen die Beratungsmöglichkeiten für Fernfahrer abgedruckt, falls diese Unterstützung bei rechtlichen Fragen brauchen. „Dank der Fremdsprachenkenntnisse in der Gruppe kam man mit Russisch gut durch –  aber auch die Sprachkenntnisse in Polnisch, Spanisch, Ungarisch, Rumänisch und Englisch waren hilfreich, um ein Gespräch mit den Fahrern zu führen,“ berichtete Stefan Falk, Referent für die Arbeitnehmerseelsorge in der Ortenau.
 
Ziel der Aktion war es, den Männern, die oft wochenlang und im Falle der ukrainischen Fahrer sogar auf ungewisse Zeit von ihrer Heimat entfernt sind, ein Zeichen der Wertschätzung und des Segens mit auf den Weg zu geben. Zudem wurden sie über die Hilfsmöglichkeiten seitens der Beratungsstellen für Faire Mobilität informiert. 
 
Ermöglicht wurde die Aktion durch die Sachspenden von Edeka Südwest und dem Autohof Achern, aber auch privaten Spenderinnen und Spendern, die sich spontan bei den Organisationen gemeldet hatten, sowie die Ehrenamtlichen mit ihren Russisch- und Polnisch-Kenntnissen. „Es blieb ein Gefühl der Dankbarkeit zurück. Und das nicht nur wegen der frischen Mandarinen, welche die spanischen Fahrer aus ihrer Ladung gerne an die Besucher verschenkten.  Sondern alle Beteiligten wurden beschenkt mit dem Einblick in das Leben von Menschen, die in ihrer Arbeit wie auch in ihrer freien Zeit mitten unter uns meistens unsichtbar bleiben und von deren Arbeit wir dennoch in hohem Maße profitieren“, so Stefan Falk.
 
(cvl)