Chöre spielen die Freiburger Lieder des Gotteslobs ein

23.02.2023 | Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Erzbistum stellen rund 230 Lieder vor

Freiburg. Seit 2013 gibt es das neue Gotteslob – dennoch sind viele Lieder im Eigenteil der Erzdiözese Freiburg noch ungewohnt und werden nur wenig gesungen. Das Amt für Kirchenmusik hat deshalb ein großes Gesangsprojekt angestoßen, um die rund 230 Lieder einzuspielen und dadurch auch vorzustellen, wie die oft noch unbekannten Lieder klingen sollten.
 
Seit dem Advent arbeiten sieben Chöre mit den Bezirkskantoren Julia Kohler (Tauberbischofsheim), Matthias Degott (Gengenbach), Jürgen Ochs (Rastatt), Karin Karle ( Münstertal), Georg Koch (Singen) sowie Kirchenmusikdozent Eduard Wagner daran, die Lieder einzuspielen und als Video in dem eigenen Youtube-Kanal „Lieder Gotteslob Eigenteil Freiburg“ zur Verfügung zu stellen. Koordiniert wird das Projekt von Bezirkskantor Bruno Hamm aus Sigmaringen, unterstützt wird es von der Erzbischof-Hermann-Stiftung der Erzdiözese.

Auf neue Lieder einlassen

Nach und nach werden nun – dem Kirchenjahr folgend – die Lieder zur Verfügung gestellt, berichtet Bruno Hamm: „Aktuell sind wir an den Liedern der Fastenzeit dran, als nächstes kommt dann die Osterzeit.“ Die Lieder werden immer mit einem Vorlauf von drei bis vier Wochen eingestellt, damit Kirchenmusiker und Gottesdienstbesucher die Lieder schon einmal anhören können, bevor sie im Gottesdienst gespielt und gesungen werden.
 
„Dadurch wollen wir die Bereitschaft erhöhen, sich auch einmal auf unbekannte oder ungewohnte Lieder einlassen“, sagt Bruno Hamm. Hinzu kommen noch Kurzportraits von den Liedern, die unter den Videos nachgelesen werden können. Sie stammen von Prof. Dr. Meinrad Walter vom Amt für Kirchenmusik.

Digitalisierungsschub durch Corona

„In gewisser Weise ist dieses Projekt auch eine Frucht aus der Corona-Zeit“, sagt Bruno Hamm. „Da sich die Chöre nicht in Präsenz treffen konnten, sind viele Formen der digitalen Zusammenarbeit entstanden – Chöre haben sich digital getroffen, Chorleiter haben gelernt, zugesandte Audiodateien und Videos zusammenzuschneiden. Insgesamt war das ein Schub für die Digitalisierung.“
 
Eingespielt werden die Gotteslob-Lieder in der Kirche mit Orgel und Solo- oder Chorgesang: „Grundlage dafür ist die Verwendung des Orgelsatzes zum Gotteslob“. Die Aufnahmetechniken unterscheiden sich: Einige Aufnahmen wurden von professionellen Tontechnikern gemacht, manche Bezirkskantoren nehmen Video- und Audiospur selbst getrennt auf und schneiden das ganze zusammen oder lassen eine Broadcast-Kamera die Arbeit komplett machen. Das Ergebnis kann sich immer hören lassen: Schöne Lieder zu Gottes Lob.
 
(ga)