Fastenmonat Ramadan beginnt am 23. März

23.03.2023 | Erzbischof Burger sendet Segenswünsche an Musliminnen und Muslime

Freiburg. Zum Beginn des Monats Ramadan (23.3.) hat sich Erzbischof Stephan Burger mit einem Grußschreiben an Musliminnen und Muslime in Baden gewandt. Mit Hochachtung betrachtet Stephan Burger in dem Brief die religiösen Pflichten, denen Musliminnen und Muslime im Fastenmonat nachkommen: „Es sind Pflichten, die einer Anstrengung bedürfen, indem Seele, Geist und Körper gereinigt werden sollen durch Hingabe an Gott, durch gute Gedanken und durch Fasten. So tragen diese Anstrengungen zum Frieden vor Gott und Frieden unter den Menschen bei.“
 
Insbesondere der Auftrag an die Menschen, Frieden auf diese Welt einkehren zu lassen, sei in der aktuellen Krisenzeit wichtiger denn je: „In unseren bewegten Zeiten, in denen in unserer Nähe ein entsetzlicher Krieg wütet, in denen aber auch an anderen Orten der Erde ebensolche Kriege, bewaffnete Konflikte und menschliche Tragödien stattfinden, ist die Sehnsucht nach Frieden wieder schmerzlich aufgebrochen. Damit diese Sehnsucht nicht eine unerfüllte Hoffnung bleibe, bedarf es der Friedensbemühungen vieler Menschen. Frieden, so der Erzbischof, „ist der Auftrag für die Menschen auf Erden, und dieser Friede ist Vorbereitung auf das letzte Ziel des Menschen in einer anderen Welt ewigen Friedens, denn ,Gott ruft zur Stätte des Friedens‘ (Koran 10,25).“
 
Außerdem hob Stephan Burger die Verbundenheit zwischen Islam, Juden- und Christentum hervor und den gemeinsamen Auftrag, sich für Versöhnung einzusetzen: „In diesem Jahr 2023 umfasst der Monat Ramadan das jüdische Fest Pessach und das christliche Fest Ostern. Auch diese Feste sind Feste des Friedens und der Versöhnung. Gemeinsam sind wir angerufen und berufen zu friedfertigem Denken und Handeln. Diese Gemeinsamkeit möge das friedliche Miteinander der Glaubenden dieser Religionen stärken und damit ein Zeichen für alle Menschen sein, dass Unterschiede nicht Gegensätze sind.“

Hintergrund: Der Fastenmonat Ramadan

Im Fastenmonat Ramadan verzichten viele Musliminnen und Muslime vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Für sie stehen in dieser Zeit Familie und Gemeinschaft im Mittelpunkt, aber auch die persönliche Auseinandersetzung mit ihrem Glauben. Das 30-tägige Fasten endet schließlich mit dem Fest des Fastenbrechens, das auch als „Zuckerfest“ bekannt ist.
 
Das gesamte Schreiben steht unterhalb der Meldung zum Abruf bereit.
 
(cvl)
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