Abschlussbericht der AG Aktenanalyse wird veröffentlicht

13.04.2023 | Alle Informationen zur Vorstellung auf Pressekonferenz am 18. April

Freiburg. Nach einer rund vierjährigen Untersuchung stellt die unabhängige Arbeitsgruppe „Machtstrukturen und Aktenanalyse“ ihren Abschlussbericht zum früheren Umgang mit Missbrauchsfällen im Erzbistum Freiburg der Öffentlichkeit vor. Die Vorstellung des Berichts erfolgt am Dienstag, 18. April 2023, um 10.30 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz in der Katholischen Akademie in Freiburg. Interessierte können die Pressekonferenz unter diesem Link im Stream verfolgen und den vollständigen Bericht dort sowie auf der Sonderseite des Erzbistums Freiburg zur Berichtsveröffentlichung nach dem Abschluss der Pressekonferenz herunterladen.
 
Veranstalter der Pressekonferenz ist die unabhängige GE-Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Freiburg. An der Pressekonferenz nehmen der Vorsitzende der GE-Kommission, Prof. Dr. Magnus Striet, sowie die Kommissionsmitglieder Dr. Elisabeth Lammert und Prof. Dr. Matthias Jestaedt teil. Präsentiert wird der Bericht von Eugen Endress und Edgar Villwock, Mitgliedern der AG „Machtstrukturen und Aktenanalyse“. Die GE-Kommission wird eine erste Beurteilung des Berichts vornehmen. Erzbischof Stephan Burger wird ein erstes Statement zu dem Bericht abgeben.
 
Zur Veröffentlichung des Berichts schaltet die Erzdiözese Freiburg eine kostenfreie Telefonhotline als Hilfetelefon, bei der sich Betroffene und andere Menschen, die im Zusammenhang mit der Berichtsveröffentlichung ein Gespräch suchen, auch anonym melden können. Anrufende erreichen über die Hotline unter der Nummer 0800/6800400 Seelsorgerinnen und Seelsorger, die auch weitere Beratungs- und Seelsorgeangebote sowie Kontakte zu den Hilfestellen und Einrichtungen zum Themenbereich Missbrauch und Prävention vermitteln können.

Zum Hintergrund

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der MHG-Studie im Jahr 2018 wurde in der Erzdiözese Freiburg eine Kommission „Macht und Missbrauch“ zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen eingesetzt. Diese Kommission berief die unabhängige Arbeitsgruppe „Machtstrukturen und Aktenanalyse“, bestehend auspensionierten Juristen und Kriminalbeamten, deren Aufgabe es war, anhand eigenständig ausgewählter Fälle Mentalitäten, Mechanismen, Verantwortlichkeiten und Strukturen, die zu Vertuschung und Machtmissbrauch geführt und beigetragen haben, umfassend und grundsätzlich zu analysieren und aufzuklären. Die Arbeitsgruppe ist in ihrem Auftrag von der gemäß den Vereinbarungen zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und der Unabhängige Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung errichteten Nachfolgekommission „GE- Kommission“ bestätigt worden.
 
(mm)