Heidelberg. Mit bunten Luftballons, kreativen, spirituellen Erfahrungsräumen, Hausführungen, Talkgästen, einem NI.KO Café und Go(o)d experience, dem neuen Gottesdienstformat des geistlichen Zentrums, wurde NI.KO in Heidelberg eröffnet. Dekan Alexander Czech und Pastoralreferentin Dr. Christiane Martin, die das Geistliche Zentrum leiten, führten die Gäste zu Beginn des Nachmittags in die Genese und die Bedeutung von NI.KO ein. Inspiriert durch die Erfahrungen im spirituellen Stadtkirchenprozess und ermutigt durch die Rückmeldung des Visitationsteams der Erzdiözese Freiburg entstand im Pfarrgemeinderat die Idee des Aufbaus eines Geistlichen Zentrums in und für die Stadtkirche Heidelberg. Der Name NI.KO steht für die biblische Figur des Nikodemus, der in sich die Sehnsucht trug, Jesus zu begegnen und Antworten für sein Leben zu bekommen. „Dafür steht das Geistliche Zentrum: Menschen mit Jesus in Berührung zu bringen, damit sie daraus ihr Leben gestalten, Heilung erfahren und sich von ihm senden lassen“, so Czech und Martin bei ihrer Eröffnungsrede.
Mit einem ersten Begegnungsmoment mit Jesus wurde dann auch das Geistliche Zentrum eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher wurden eingeladen, einen Moment still zu werden und ihre Bitten und ihren Dank für NI.KO, die Menschen, die hierherkommen und den NI.KO Thinktank im Stillen Jesus zu sagen und danach wurden dann als sichtbares Zeichen bunte Luftballons in den Himmel steigen gelassen. Nach der offiziellen Eröffnung erwartete alle eine Vielfalt an Erfahrungsräumen. „Wer ist mir Wegbegleiter im Glauben? Kenne ich auch Zweifel? Wie lebe ich meinen Glauben im Alltag?“ stand zum Beispiel auf bunten Tischkarten im NI.KO Café, wo man mit seinem Tischnachbarn oder seiner Tischnachbarin bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kam.
Um die unterschiedlichen Räume des Geistlichen Zentrums erkunden zu können, hatte sich der NI.KO Thinktank einiges an weiteren Erfahrungsräumen ausgedacht. So erzählten unterschiedliche Gesprächspartner von Ihren Glaubens- und Jesuserfahrungen. „Wie ist Dir Jesus begegnet?“, „Ist es eher förderlich oder hinderlich im Elternhaus Glaube zu erfahren?“ fragte der Moderator seine Talkgäste. Und das interessierte Publikum erfuhr so einiges über Glaubenserfahrungen, Zweifel und heutige Jesuserfahrungen. Weiter ging es im ersten Stock, wo man sein persönliches Jesusbild entdecken und kreativ als Ikone gestalten konnte. Im Nachbarraum luden mehrere Moderationswände dazu ein, Näheres über NI.KO, die bisherigen Projekte, die Bauarbeiten im Haus und weitere Kontakt- und Unterstützungsmöglichkeiten zu erfahren. Wer es dann noch einen Stock höher schaffte, konnte in die biblische Geschichte des Nikodemus eintauchen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Gottesnamen, die Frage nach unseren Glaubenslehren, eine Anbetungsstation, die kreative Umsetzung des Wehens des Geistes und vieles mehr, brachten den Teilnehmenden die biblische Erzählung aus dem Johannesevangelium näher und übertrugen diese in den Alltag.
In der benachbarten Kirche gab es ebenfalls Installationen und Erfahrungsstationen, die die verschiedenen Themenfelder von NI.KO (celeb, pray, you, soul und free) in den Blick nahmen. Mit großen Tuchinstallationen wurden die Teilnehmenden eingeladen, die verschiedenen Themenfelder auf ihr Leben zu übertragen. „Wo ruft mich Gott, Dinge in meinem Leben loszulassen? Wer bin ich? Vor mir und vor Gott? Was gibt es in meinem Leben zu feiern? Was möchte ich Gott sagen?“ Auch hier führten Mitglieder des Thinktank die Teilnehmenden in die einzelnen Stationen ein und gaben von ihren Erfahrungen und ihrem Glauben Zeugnis.
Eine Hausführung unter dem Motto „was war, was ist, was wird“ eröffnete den Besucher*innen einen Blick hinter die Kulissen. Mit Anekdoten und Hintergrundwissen führten Alexander Czech und Christiane Martin durch die verschiedenen Räume, erzählten von der Gründung des Oratoriums vor über 50 Jahren, der Entstehung des Geistlichen Zentrums und zeigten auf, was schon jetzt bei NI.KO geschieht und geschehen soll. Besonders berührt waren die Teilnehmenden von den entstandenen Kunstwerken, die Maria Theresia von Fürstenberg für NI.KO gestaltet hatte. Der Abschluss in der Krypta des Hauses verstärkte den Eindruck der Besucher*innen, den eine Dame zum Ausdruck brachte: „Das ist die Zukunft der Kirche. Ein Ort, wo Menschen Jesus erfahren können und wo ihr Alltag einen Platz hat.“ Und ein anderer Besucher ergänzte: „Die klassische Pfarrgemeinde wird vermutlich sterben, aber das hier führt weiter.“
Zum Abschluss fand das neue Gottesdienstformat go(o)d experience statt. Ein bunt gemischtes Publikum feierte miteinander ein großes Glaubensfest, in dem Jesus im Zentrum stand und ließ sich stärken, verwandeln, inspirieren und erfüllen von Gottes Gegenwart. Die Schlange zum Einzelsegen nahm kein Ende und auch in der Lounge wurden die Erfahrungen des Tages ausgetauscht. „Das war das Berührendste, was ich in katholischer Kirche bisher erlebt hatte“, sagte ein Mann beim Abschied. Sichtlich berührt von den Erfahrungen, Begegnungen und Rückmeldungen des Tages kam der Thinktank am Abend noch einmal zusammen, dankte Gott für all das Erlebte und ging erfüllt zurück in den Alltag.
Nachdem das Geistliche Zentrum NI.KO nun offiziell eröffnet ist, darf man gespannt sein, auf zukünftige Projekte. Die Gottesdienstreihe go(o)d experience wird nach der Sommerpause fortgesetzt, die Gästezimmer stehen dann auch für Exerzitien bereit, der Einführungstag in die Kontemplation im Juli stößt auf großes Interesse und bei seinem Sommertreffen wird der Thinktank der Frage nachgehen: „Wohin führst Du uns Gott?“
Wer Näheres über NI.KO erfahren möchte kann dies über die Homepage www.niko-hd.de tun oder sich per Mail für den Newsletter anmelden (info@niko-hd.de).
(NI.KO Heidelberg)


