Freiburg/Ettlingen. „Ich sehe diesen Weg auch als Gottes Wirken in meinem Leben. Er führt und leitet mich und steht mir immer wieder bei“, sagt Ulrich Baudenbacher aus Ettlingen. Gemeinsam mit sechs weiteren Männern wird er am Sonntag (26.11., 10.30 Uhr) von Weihbischof Dr. Christian Würtz in einem festlichen Gottesdienst in St. Peter und Paul in Bühl zum Ständigen Diakon geweiht. „Ständig“ heißt, dass Ulrich Baudenbacher immer Diakon bleiben wird und nicht zu einem späteren Zeitpunkt die Priesterweihe empfängt. Der Gottesdienst wird im Internet auf www.ebfr.de/livestream übertragen.
In der katholischen Kirche ist Baudenbacher seit seiner Kindheit aktiv: Als Ministrant und im Jugendkirchenteam engagierte er sich in seiner Heimatgemeinde in Neresheim, später in der Gemeinde Bruchhausen als Lektor und Kommunionhelfer sowie in der Kinderkirche und im Pfarrgemeinderat. Er ist Mitglied in der katholischen Studentenverbindung KDSTV Carolingia Hohenheim, Stuttgart und zuständig für das Bildungswerk der Verbindung. Durch sein Engagement reifte in Ulrich Baudenbacher auch die Entscheidung, sich zum Ständigen Diakon weihen zu lassen: „Es ist eine innere Berufung, die ich schon früh gespürt habe, die ich aber nicht richtig greifen konnte. Nach einem Erlebnis, das mich sehr geprägt hat, wurde ich von meiner Frau dazu ermuntert, diesen Weg einzuschlagen.“ Seine Familie unterstützt ihn auf seinem Weg: „Meine Frau und meine beiden Söhne geben mir den notwendigen Freiraum, um meine Ausbildung zum Diakon durchführen und meinen Glauben leben zu können.“
Ulrich Baudenbacher ist Schulleiter und Hausleiter im Bildungshaus Neckarelz (Mosbach-Neckarelz), einer Kooperation der Erzdiözese Freiburg mit der Ländlichen Heimvolkshochschule Neckarelz e.V. (ehemals Bauernschule Nordbaden). „Glaube ist für mich sehr wichtig, da er mich sowohl in den guten als auch in den schwierigen Zeiten meines Lebens getragen hat“, betont er. So sind der sonntägliche Kirchgang sowie das Stundengebet tragende Säulen in seinem Leben. Mit seiner Familie geht er einmal im Jahr einen Pilgerweg nach Walldürn mit.
Baudenbacher wird in der Seelsorgeeinheit Ettlingen Land tätig sein, schwerpunktmäßig in der Gemeinde Ettlingen-Bruchhausen. „Mein diakonales Feld ist die Erstkommunion sowie Andachten in der Advents- und Fastenzeit“, sagt er. Ebenso wird er seelsorgerliche Aufgaben in der Gemeinde übernehmen. „Ich habe sehr schöne Erfahrungen durch und in meinem Glauben gemacht und möchte dies auch an meine eigenen und die Kinder, die sich auf dem Weg zur Erstkommunion befinden, weitergeben“, betont der 51-Jährige.
Sein theologischer Ansatz basiert auf dem Wort „Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!“ (Joh 2,5). Er unterstreicht: „Wichtig ist mir, dass ich das Evangelium so gut es geht in meinem täglichen Leben einbringe und umsetze. Das ist nicht einfach, aber ich versuche es.“ Bei seinem Wirken lässt er sich daher von einem Bibelzitat leiten, das diesen alltäglichen Halt im Glauben beschreibt: „Wer mit Segen sät, wird mit Segen ernten“ (2.Korinther 9,6).
Mehr Infos zum Ständigen Diakonat: www.ipb-freiburg.de/staendigerdiakon.
(cvl/kas)



