
In seiner Predigt betonte Erzbischof Stephan Burger die Vorbildfunktion des Heiligen Konrad, der über 40 Jahre die Diözese Konstanz geleitet hatte. „Er hat seine Diözese strukturell verändert gemäß den Gegebenheiten und Möglichkeiten seiner Zeit. Er war unermüdlich unterwegs für Jesus Christus und sein Evangelium“, sagte der Erzbischof. „Konrad hat sich die Botschaft Jesu zu eigen gemacht, hat sie sich zu Herzen gehen lassen. Das Evangelium wurde zum Bestandteil seines Lebens, die Beziehung zu Christus zur Lebensgrundlage überhaupt.“ So sei der Heilige Konrad auch für ihn „ein Vorbild im Glauben und im Herangehen, die notwendigen Veränderungen anzupacken und das in Zuversicht und mit aller Hoffnung, die aus dem Glauben erwächst.“
Konrad von Konstanz
Der heilige Konrad von Konstanz (geboren um 900 in Altdorf, dem heutigen Weingarten in Oberschwaben, verstorben am 26. November 975 in Konstanz) gehört zu den herausragenden Bischöfen des frühen Mittelalters. Er leitete das größte Bistum nördlich der Alpen über mehr als 40 Jahre, wird seit dem 1. Laterankonzil 1123 als Heiliger verehrt und ist Patron der Erzdiözese Freiburg. Durch die Partnerschaft zwischen dem süddeutschen Erzbistum und zahlreichen Gemeinden in Peru gibt es inzwischen auch eine Pfarrei St. Konrad in der Diözese Carabayllo im Norden des lateinamerikanischen Landes.
Konrad stammte aus dem Geschlecht der Welfen und war ein Sohn des Grafen Heinrich von Altdorf. Seine geistliche Ausbildung erhielt der junge Adelige in der Domschule von Konstanz, wo er in die Kanonikergemeinschaft eintrat. Auf Empfehlung des Augsburger Bischofs Ulrich wurde er 934 zum Bischof des Bistums Konstanz gewählt, das bis zu seiner Auflösung im Jahre 1821 das größte Bistum im deutschen Sprachraum war.
(kas)


