Kunstschaffende begehen Aschermittwoch in Baden-Baden

14.02.2024 | Weihbischof Dr. Würtz erinnert an zentrale Rolle der Liebe

Freiburg/Baden-Baden. Weihbischof Dr. Christian Würtz hat anlässlich des Aschermittwochs der Künstlerinnen und Künstler die grundlegende Bedeutung der Liebe für das menschliche Leben hervorgehoben. „Ich wünsche uns allen, dass die vor uns liegende Fastenzeit eine besonders intensive Zeit wird, in der wir darüber nachdenken können, ob wir Paulus zustimmen, dass die Liebe das Wichtigste als Maßstab für unser Tun ist“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt am Mittwoch (14.02.) in der Stiftskirche Baden-Baden. An den Decken der beiden Seitenschiffe der Kirche können Besucherinnen und Besucher die aus vier Berührungsszenen bestehende Installation „BerührungsMomente“ betrachten.
 
Ähnlich wie die vor der Wort-Gottes-Feier präsentierte Installation schloss Weihbischof Dr. Würtz an einen Text an, der viele Menschen immer wieder berührt und bewegt habe: das „Hohelied der Liebe“ des Apostels Paulus. „Wirklich beeindruckende Handlungen, mögen sie auch noch so toll sein, sind letztlich wertlos, wenn sie nicht aus Liebe geschehen. Ein Mensch kann noch so begabt, so klug, so mutig, so fromm, so tapfer sein, all das nützt ihm nichts, wenn nicht die Liebe der Ursprung seines Handelns ist“, sagte der Weihbischof. Dr. Christian Würtz dankte den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern dafür, dass sie in diesem Geist „immer wieder Werke schaffen, die uns beeindrucken und berühren, die uns die Möglichkeit geben, zu erkennen und über uns selbst und über Gott nachzudenken.“

Vorstellung der Installation „BerührungsMomente“

Seit 2005 tritt die Erzdiözese Freiburg beim „Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler“ mit Kunstschaffenden unterschiedlicher Bereiche in den Dialog. In diesem Jahr steht die Installation „BerührungsMomente“ im Mittelpunkt, die unterschiedliche Arten von Berührung thematisiert. Sie wurde von Pfarradministrator Matthias Koffler, Leiter der Seelsorgeeinheit Baden-Baden, und der Karlsruher Ausstellungsgestalterin Anja Schwarz-Düser in der frisch renovierten Stiftskirche Baden-Baden verwirklicht. Während der Fastenzeit 2024 sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich von dieser Installation und den dazugehörigen Texten sinnlich und spirituell berühren zu lassen. Die Installation wurde von der Erzbischof Hermann Stiftung gefördert. 
 
Im Kirchenjahr läutet der Aschermittwoch nach der Fastnacht die 40-tägige Fastenzeit ein. Diese Zeit des Verzichts erinnert an die 40 Tage, die Jesus ohne Nahrung in der Wüste zubrachte. An Aschermittwoch besprengt der Priester die Asche der gesegneten Palmzweige des letzten Jahres mit Weihwasser und zeichnet den Gläubigen damit ein Kreuz auf die Stirn. Dabei spricht er jedem Einzelnen entweder das Deutewort „Kehre um und glaube an das Evangelium“ oder „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ zu. Dadurch sollen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher daran erinnert werden, dass ihr Leben vergänglich ist. 
 
(lb)
 
  
 
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