Weihbischof Birkhofer beauftragt Kevin Schäfer als Pastoralreferenten

11.07.2024 | Glaube an Gott als belebende Quelle

Buchen/Waldshut/Offenburg. Am Samstag (20.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Peter Birkhofer in St. Stephan in Karlsruhe sechs Frauen und vier Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Einer von ihnen ist Kevin Schäfer, der aus Stürzenhardt bei Buchen kommt und derzeit in der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena (Dekanat Waldshut) tätig ist. 
 
Nach dem Abitur nahm Kevin Schäfer am „Freiburger Orientierungsjahr“ teil und begegnete dort zahlreichen Menschen, die in einem pastoralen Beruf arbeiteten und davon erzählten. Er studierte daraufhin Theologie in Freiburg und lernte während dieser Zeit in zwei Praktika die Arbeit in der Kirchengemeinde und Schule näher kennen. „Das waren positive Erfahrungen und ein Grund, warum ich den Weg des Pastoralreferenten eingeschlagen habe. Außerdem finde ich es bereichernd, die Welt und das Leben in der Perspektive des christlichen Glaubens wahrzunehmen. Als Pastoralreferent kann ich aus diesem Blickwinkel heraus Impulse geben“, berichtet er. Nach Abschluss des Studiums begann Kevin Schäfer die Berufseinführung zum Pastoralreferenten mit dem pastoralen Vorbereitungsdienst in der Seelsorgeeinheit Hanauerland (Dekanat Offenburg-Kinzigtal). Aktuell wirkt er in seinem berufspraktischen Jahr als Pastoralassistent in der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena.
 
„Mir ist es wichtig, mit meinem Gegenüber achtsam umzugehen und seine Individualität wertzuschätzen. Bezogen auf den Glauben heißt das für mich, gemeinsam Gott im Leben zu entdecken“, sagt der angehende Pastoralreferent. Ihm liegt bei seiner Arbeit die Ökumene am Herzen: „Ich finde es spannend, im Austausch und in der Zusammenarbeit die Überzeugungen und Ausdrucksformen der anderen christlichen Konfessionen kennen und schätzen zu lernen.“ Ebenso möchte er für junge Menschen in der Kirchengemeinde Ansprechperson sein. 
 
Als Herausforderung sieht er die Begleitung des „Strukturwandels innerhalb der Kirche“, betont Schäfer. Es ist für ihn wichtig, „pastorale Perspektiven ausgehend von aktuellen religionssoziologischen Erkenntnissen zu formulieren, um als Kirche von Bedeutung zu bleiben. Ich finde nämlich, dass der christliche Glaube in seinen verschiedenen konfessionellen Ausprägungen eine wichtige Stimme in der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft ist.“
 
Durch seine Arbeit möchte er „dazu beitragen, dass andere Menschen den Glauben an Gott als belebende Quelle im eigenen Leben erfahren können“. Leiten lässt sich der 28-Jährige dabei von einem Wort aus der Bibel: „Der Prophet Jeremia bezeichnet Gott als die Quelle des lebendigen Wassers.“ (Jeremia 2,13)

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit oder in Sonderfunktionen. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. Derzeit sind rund 270 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten (Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Ausbildung) in der Erzdiözese tätig.
 
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(cvl/kas)