Weihbischof Birkhofer beauftragt Eva Pollitt als Pastoralreferentin

11.07.2024 | „Besonnen mitgehen mit deinem Gott“ (Mi 6,8)

Auggen/Bad Säckingen/Waldkirch. Am Samstag (20.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Peter Birkhofer in St. Stephan in Karlsruhe sechs Frauen und vier Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Eine von ihnen ist Eva Pollitt, die aus Auggen im Markgräflerland kommt und derzeit in der Seelsorgeeinheit Waldkirch im Dekanat Endingen-Waldkirch tätig ist. 
 
Eva Pollitt sieht die „guten Erfahrungen, die ich als Jugendliche in der Kirche machen durfte“, als einen Baustein auf ihrem Weg zur Pastoralreferentin. Ihr generelles Interesse an Theologie mündete nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Caritaswerkstatt in Riegel in ein Theologiestudium in Freiburg mit Auslandsjahr in Jerusalem. Weil ihr die Möglichkeit, Priesterin zu werden, verwehrt wird, entschied sie sich für die Ausbildung zur Pastoralreferentin. Nach dem Studienabschluss absolvierte sie ihren pastoralen Vorbereitungsdienst in der Seelsorgeeinheit Bad Säckingen-Murg (Dekanat Waldshut). Aktuell arbeitet sie in ihrem berufspraktischen Jahr in der Seelsorgeeinheit Waldkirch.
 
Die angehende Pastoralreferentin sieht es in ihrem Beruf als Herausforderung „nicht nur davon reden, das Gute zu tun, sondern das auch praktisch umsetzen sowie authentisch den Glauben leben und ausstrahlen“. Ihr ist es wichtig, sich in den Strukturprozessen und in der Organisation „nicht zu verlieren und meine Arbeitskraft so einzusetzen, dass das, was ich tue, hilfreich und sinnstiftend ist für die Menschen in Waldkirch und für die Gesellschaft.“
 
Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Klinikseelsorge, aktuell an der BDH-Klinik in Waldkirch. Ebenso gehört neben der Begleitung von Firmandinnen und Firmanden sowie dem Religionsunterricht auch die Liturgie zu ihren Aufgaben: „Ich gestalte gerne Gottesdienste, fast egal welcher Art. Im Idealfall stoßen da Theologie und reales Leben aufeinander und etwas von Gott wird spürbar“, berichtet Eva Pollitt. Sie möchte dabei auch aktuelle gesellschaftliche Themen im Blick behalten und in ihre Arbeit einfließen lassen.
 
In ihrer Arbeit begleitet sie ihr tiefes Vertrauen in Gott: „Als unser Schöpfer meint Gott es gut mit den Menschen. Er will, dass es jedem Menschen gut geht und dass wir uns gegenseitig unterstützen, damit das gelingen kann“, betont sie und ergänzt: „Gott begleitet uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens und er fühlt mit. Egal, ob es spürbar ist oder nicht.“ 
 
Leiten lässt sich die 27-Jährige dabei von einem Wort aus der Bibel: „Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was JHWH von dir erwartet: Nichts anderes als dies: Recht tun, Güte lieben und besonnen mitgehen mit deinem Gott.“ (Mi 6,8)

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit oder in Sonderfunktionen. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. Derzeit sind rund 270 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten (Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Ausbildung) in der Erzdiözese tätig.
 
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(cvl/kas)