Weihbischof Birkhofer beauftragt Luisa Lämmlein als Pastoralreferentin

10.07.2024 | Für ein gelingendes Miteinander

Singen/Mannheim. Am Samstag (20.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Peter Birkhofer in St. Stephan in Karlsruhe sechs Frauen und vier Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Eine von ihnen ist Luisa Lämmlein, die aus Markdorf (Dekanat Linzgau) kommt und derzeit in der Seelsorgeeinheit Singen im Dekanat Hegau tätig ist.
 
Luisa Lämmlein hatte sich bereits in ihrer Kindheit und Jugend in der katholischen Kirche engagiert: Prägende Erfahrungen in der eigenen Jugendarbeit motivierten sie schließlich, sich als Pastoralreferentin ausbilden zu lassen. Doch zunächst ging es für sie 2014 nach Peru, wo sie ein Jahr als Freiwillige arbeitete. Dort durfte sie vor allem in einer Kirchengemeinde mitarbeiten, das Ferienprogramm anbieten und bei kirchlichen Festtagen unterstützen. Von 2015 bis 2021 studierte sie dann katholische Theologie in Freiburg und Salamanca in Spanien. Anschließend lernte sie die Seelsorgearbeit in der Seelsorgeeinheit Maria Magdalena in Mannheim kennen, bevor sie ihre weitere Ausbildung in der Seelsorgeeinheit Singen fortsetzte. 
 
Als Pastoralreferentin möchte die 29-Jährige Menschen, die ihr begegnen mit ihren Fragen und Anliegen in den Mittelpunkt stellen. „Gemeinsam möchte ich mit ihnen Formen und Formate für ein gelingendes Miteinander in christlicher Prägung suchen“, sagt Luisa Lämmlein. Die größte Herausforderung in den kommenden Jahren sei für sie, als Seelsorgerin den direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort aufrecht zu erhalten, „trotz immer größer werdenden Strukturen“. „Außerdem wird es eine herausfordernde Aufgabe sein, die christliche Botschaft als befreiende Botschaft zu Menschen zu bringen, die die Kirche und ihre Strukturen als einschränkend empfinden oder sich längst von ihr abgewandt haben“, so die angehende Pastoralreferentin. Zentral sei für sie die Botschaft, dass alle Menschen Teil des Volkes Gottes und damit der Kirche sind.
 
Leiten lässt sich Luisa Lämmlein von einem Zitat von Alfred Delp, der kurz vor seiner Hinrichtung in Plötzensee sagte, dass die Zukunft der Kirche von einer konsequenten Rückkehr zur Diakonie abhänge: „Das Sich-Gesellen zum Menschen in allen seinen Situationen mit der Absicht, sie ihm meistern zu helfen, ohne anschließend eine Spalte oder Sparte auszufüllen. Damit meine ich das Nachgehen und Nachwandern auch in die äußersten Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen, um bei ihm zu sein dann, wenn ihn Verlorenheit und Verstiegenheit umgeben. ‚Geht hinaus‘ hat der Meister gesagt, und nicht: ‚Setzt euch hin und wartet ab, ob einer kommt’.“

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit oder in Sonderfunktionen. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. Derzeit sind rund 270 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten (Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Ausbildung) in der Erzdiözese tätig.
 
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(cvl/kas)