
Laura Eirich war bereits in ihrer Jugendzeit eng mit der Kirche verbunden. „In meiner Heimatgemeinde war ich jahrelang bei den Ministranten und Sternsingern aktiv, was mich dann auch darin bestärkt hat, nach dem Abitur Theologie zu studieren und Pastoralreferentin zu werden“, berichtet sie. Sie studierte von 2015 bis 2021 im Magisterstudiengang Theologie in Freiburg und begann nach dem Studienabschluss ihre Ausbildung zur Pastoralreferentin mit dem pastoralen Vorbereitungsdienst in der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad (Dekanat Karlsruhe). Aktuell wirkt sie in ihrem berufspraktischen Jahr in der Seelsorgeeinheit Karlsruhe Allerheiligen.
„An dem Beruf fasziniert mich die Vielfalt an Menschen, in der alle Altersgruppen und Lebenssituationen vertreten sind, und die abwechslungsreichen Aufgabenbereiche“, sagt die angehende Pastoralreferentin. Eine Herausforderung in der Arbeit sieht sie darin, „unsere frohe Botschaft so zur Sprache zu bringen, dass sie Plausibilität und Relevanz für die Menschen und ihr Leben gewinnt.“ So möchte sie „die Menschen in einer großen Offenheit in ihren Glaubens- und Lebensfragen begleiten und ihnen Raum dafür geben, in ihrem Leben nach Gott und seinen (oft unscheinbaren) Spuren zu suchen“.
Kirche habe sie immer als eine Gemeinschaft erlebt, in der sie sich wohl und angenommen gefühlt habe, berichtet Laura Eirich. Diese Erfahrung möchte sie in ihrem Wirken als Pastoralreferentin weitergeben: „Für mich gehört diese Überzeugung auch zur Grundbotschaft des christlichen Glaubens: Dass Gott jeden Menschen bedingungslos liebt und anerkennt. Kirche ist für mich der Ort, an dem wir Menschen versuchen, diese frohe Botschaft und Gottes Geschichte mit uns Menschen präsent zu halten und erfahrbar werden zu lassen.“
Leiten lässt sich die 27-Jährige dabei von folgendem Wort aus der Bibel: „Ihr werdet mich suchen und ihr werdet mich finden, wenn ihr nach mir fragt von ganzem Herzen. Und ich lasse mich von euch finden“ (Jer 29, 13-14). Sie ist überzeugt, „dass wir immer wieder von Neuem nach Gott fragen und ihn suchen müssen. Außerdem finde ich die Vorstellung schön, dass Gott sich nicht versteckt, sondern auch seinen Teil dazu beiträgt, sich von uns finden zu lassen.“
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit oder in Sonderfunktionen. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. Derzeit sind rund 270 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten (Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Ausbildung) in der Erzdiözese tätig.


