Umweltbildung wird prämiert

07.02.2025 | Zwei Preisträger aus Karlsruhe beim Umweltpreis der Erzdiözese

Freiburg/Karlsruhe. Das Mädchengymnasium St. Dominikus und der BDKJ Karlsruhe sind Preisträger des Umweltpreises 2024 der Erzdiözese Freiburg. Dr. Christiane Averbeck von der Klima-Allianz Deutschland und Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zeichneten die Preisträger am Freitag (6. Februar) in Freiburg aus. 
 
Den mit 1.900 Euro dotierten zweiten Platz belegte das Mädchengymnasium St. Dominikus in Karlsruhe: Die Schule hat ein verbindliches Umweltcurriculum für alle Klassenstufen entwickelt. Darin sind für jede Klassenstufe Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte und -aktionen festgelegt, wie zum Beispiel ein Waldklassenzimmer in Klasse 5 oder der Ernährungstag in Klasse 8. Außerdem listet das Curriculum Themen aus den Bildungsplänen der einzelnen Fächer auf, bei denen ein Bezug zu Umwelt und Nachhaltigkeit hergestellt werden kann. Neben diesen festen Projekten für alle Jahrgangsstufen gibt es jeden Monat ein spezielles Umweltthema für die ganze Schule. Im Januar 2025 lautete das Thema beispielsweise „Recycle und Reuse“ mit einer Sammelaktion für gebrauchte Handys und weiteren Aktionen. So wird das Thema Umwelt auf vorbildliche und nachhaltige Weise in den Schulalltag integriert.
 
Den zehnten Platz des Umweltpreises belegte der BDKJ Karlsruhe mit seiner Nachhaltigkeitsinitiative und erhielt dafür ein Preisgeld von 550 Euro. Mit dieser Initiative hat die Dekanatsleitung des BDKJ einen langfristigen Kulturwandel angestoßen mit dem Ziel, nachhaltige Ferienlager zum Standard der katholischen Jugendarbeit zu machen. So werden Zuschüsse an Ortsgruppen für entsprechende Qualifizierungen vergeben wie etwa der Schulung von Leitungspersonen und Küchenteams zu Handlungswissen für nachhaltige Ferienlager. Dies können beispielweise Kompetenzen zu unterschiedlichen Lebensmittelsiegeln, der richtigen Mengenkalkulation für das Essen oder der Nutzung von Carsharing sein. Von 2022 bis 2024 wurden damit ca. 90 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geschult. Heute kaufen die meisten Ferienlager des BDKJ Karlsruhe regional und saisonal ein und achten bei der Beschaffung von Textilien auf eine faire Produktion. Ebenso kooperieren viele Ferienlager mit lokalen Hof- und Unverpacktläden.

„Zusammen Großes bewegen“

Die beiden Schirmherren des Umweltpreises, Weihbischof Dr. Peter Birkhofer (Erzdiözese Freiburg) und Dr. Christiane Averbeck (Klima-Allianz Deutschland e.V.), verwiesen im Rahmen der Verleihung auf die Bedeutung des Umweltpreises. „Wenn in den dreißig Jahren Umweltpreis 148 unterschiedlichste, kreative, fantasievolle und fantastische Projekte prämiert und 134.000 Euro Preisgelder ausbezahlt wurden, dann bringt die Erzdiözese damit deutlich zum Ausdruck, dass uns die Schöpfung nicht gleichgültig ist und nicht gleichgültig sein darf“, sagte Weihbischof Dr. Birkhofer.
 
Dr. Christiane Averbeck bestärkte die Preisträger in ihrem Wirken: "Ihre Projekte sind Vorbilder, sie machen Mut und zeigen, dass Wandel möglich ist. Lassen Sie uns gemeinsam weiter für eine nachhaltige Zukunft arbeiten – mit Tatkraft, mit Zuversicht und mit dem festen Glauben daran, dass wir zusammen Großes bewegen können.“

Zehn Preisträger zwischen Waldshut-Tiengen und Mannheim 

Die zehn Preisträger kommen aus dem gesamten Gebiet der Erzdiözese Freiburg, von Waldshut-Tiengen bis Mannheim.
 
Den ersten Platz belegte die Kolpingsfamilie Weingarten mit ihrem Projekt „Boomerang Bags“, einer wiederverwertbaren, selbst genähten Tasche aus Baumwolle, die kostenlos in Geschäften mitgenommen werden kann. Den dritten Platz beim Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg belegen die Weltladen AG sowie die Instagram AG des St. Ursula Gymnasiums Villingen, in enger Kooperation mit der Carl-Orff-Schule, mit ihrer umfangreichen Unverpackt-Aktion. Diese und viele weitere kreative Ideen wurden beim Umweltpreis 2024 der Erzdiözese Freiburg prämiert.

148 Projekte und 133.900 Euro Preisgeld in 30 Jahren

Zum fünfzehnten Mal hat die Erzdiözese Freiburg ihren Umweltpreis für kreative und innovative Projekte, Aktionen, Veranstaltungen oder Bauvorhaben vergeben, die zum Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung beitragen. Bewerben konnten sich alle kirchlichen Gruppen, Verbände, Stiftungen, Einrichtungen, Seelsorgeeinheiten, Pfarreien und Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Freiburg sowie die Verbände und Einrichtungen des diözesanen Caritasverbandes
 
Aus der Rekordzahl von 38 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury zehn Preisträger ermittelt. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Mit dem Umweltpreis würdigt die Erzdiözese Freiburg seit 1994 alle zwei Jahre den besonderen Einsatz von Kirchengemeinden, Einrichtungen, Verbänden und Gruppen für die Bewahrung der Schöpfung. In den vergangenen 30 Jahren wurden insgesamt 148 Projekte und Initiativen mit Preisgeldern in Höhe von 133.900 Euro ausgezeichnet.
 
Details zum Umweltpreis finden Sie unter: https://www.umweltpreis-ebfr.de/.
 
(kas)