Freiburg. Das Gemeindeteam der Pfarrei St. Peter und Paul und der Johannesgarten Freiburg der Pfarrei St. Georg (beide Kirchengemeinde St. Georgen-Hexental) sind Preisträger des Umweltpreises 2024 der Erzdiözese Freiburg. Dr. Christiane Averbeck von der Klima-Allianz Deutschland und Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zeichneten die Preisträger am Donnerstag (6. Februar) in Freiburg aus.

Das Preisgeld in Höhe von 800 Euro für den vierten Platz gewann das Gemeindeteam der Pfarrei St. Peter und Paul mit einer groß angelegten Foodsharing-Aktion. Mit der Errichtung eines „Fairteilers“ im Juli 2023, zentral auf dem Bauernmarktplatz zwischen Kirche und Kindergarten, wurde nach dem Prinzip des Foodsharing-Vereins die Möglichkeit geschaffen, übrige gebliebene Lebensmittel dort abzugeben und bei Bedarf auch kostenlos abzuholen. Ehrenamtliche holen täglich 5 bis 50 kg Lebensmittel aus 30 Geschäften ab und lagern sie in den Fächern für Obst, Gemüse und Backwaren sowie einem Kühlschrank mit kleinem Eisfach ein. Das Team der Pfarrei St. Peter und Paul erhält den Preis auch stellvertretend für einige weitere „Fairteiler“ in der Erzdiözese Freiburg, die sich für die Rettung von Lebensmitteln einsetzen.
Den siebten Platz mit einem Preisgeld von 550 Euro belegte die KiTa Johannesgarten der Pfarrei St. Georg für ihren klimaneutralen Kindergartenanbau mit Strohdämmung, Lehmputz und Lehmziegelwänden. Mit der Planung und Umsetzung durch Architekt Matthias Betz und der Firma Grünspecht wurde ein Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen mit angenehmem Raumklima geschaffen. So wurden beispielsweise die Holzrahmen der Außen- und Innenwände mit unterschiedlichen Materialien gefüllt, die jeweils bestimmte Aufgaben erfüllen. Ebenso wurde die neue Dachfläche mit zusätzlichen Photovoltaikmodulen belegt und viele weitere Details durchdacht.
„Zusammen Großes bewegen“
Die beiden Schirmherren des Umweltpreises, Weihbischof Dr. Peter Birkhofer (Erzdiözese Freiburg) und Dr. Christiane Averbeck (Klima-Allianz Deutschland e.V.), verwiesen im Rahmen der Verleihung auf die Bedeutung des Umweltpreises. „Wenn in den dreißig Jahren Umweltpreis 148 unterschiedlichste, kreative, fantasievolle und fantastische Projekte prämiert und 134.000 Euro Preisgelder ausbezahlt wurden, dann bringt die Erzdiözese damit deutlich zum Ausdruck, dass uns die Schöpfung nicht gleichgültig ist und nicht gleichgültig sein darf“, sagte Weihbischof Dr. Birkhofer.
Dr. Christiane Averbeck bestärkte die Preisträger in ihrem Wirken: "Ihre Projekte sind Vorbilder, sie machen Mut und zeigen, dass Wandel möglich ist. Lassen Sie uns gemeinsam weiter für eine nachhaltige Zukunft arbeiten – mit Tatkraft, mit Zuversicht und mit dem festen Glauben daran, dass wir zusammen Großes bewegen können.“
Zehn Preisträger zwischen Waldshut-Tiengen und Mannheim
Die zehn Preisträger kommen aus dem gesamten Gebiet des Erzbistums Freiburg, von Waldshut-Tiengen bis Mannheim.
Den ersten Platz belegte die Kolpingsfamilie Weingarten mit ihrem Projekt „Boomerang Bags“, einer wiederverwertbaren, selbst genähten Tasche aus Baumwolle, die kostenlos in Geschäften mitgenommen werden kann. Platz 2 belegte das Mädchengymnasium St. Dominikus in Karlsruhe: die Schule hat verbindliches Umweltcurriculum für alle Klassenstufen entwickelt. Dadurch wird das Thema Umwelt auf vorbildliche Weise dauerhaft im Schulalltag integriert. Den dritten Platz beim Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg belegten die Weltladen AG sowie die Instagram AG des St. Ursula Gymnasiums Villingen, in enger Kooperation mit der Carl-Orff-Schule, mit ihrer umfangreichen Unverpackt-Aktion. Diese und viele weitere kreative Ideen wurden beim Umweltpreis 2024 der Erzdiözese Freiburg ausgezeichnet.
148 Projekte und 133.900 Euro Preisgeld in 30 Jahren
Zum fünfzehnten Mal hat die Erzdiözese Freiburg ihren Umweltpreis für kreative und innovative Projekte, Aktionen, Veranstaltungen oder Bauvorhaben vergeben, die zum Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung beitragen. Bewerben konnten sich alle kirchlichen Gruppen, Verbände, Stiftungen, Einrichtungen, Seelsorgeeinheiten, Pfarreien und Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Freiburg sowie die Verbände und Einrichtungen des diözesanen Caritasverbandes.
Aus der Rekordzahl von 38 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury zehn Preisträger ermittelt. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Mit dem Umweltpreis würdigt die Erzdiözese Freiburg seit 1994 alle zwei Jahre den besonderen Einsatz von Kirchengemeinden, Einrichtungen, Verbänden und Gruppen für die Bewahrung der Schöpfung. In den vergangenen 30 Jahren wurden insgesamt 148 Projekte und Initiativen mit Preisgeldern in Höhe von 133.900 Euro ausgezeichnet.
Details zum Umweltpreis finden Sie unter: https://www.umweltpreis-ebfr.de/.
(kas)



