Freiburg/Gengenbach. Die Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu Gengenbach haben beim Umweltpreis 2024 der Erzdiözese Freiburg den neunten Platz belegt. Dr. Christiane Averbeck von der Klima-Allianz Deutschland und Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zeichneten die Preisträger am Donnerstag (6. Februar) in Freiburg aus. Den mit 550 Euro dotierten Preis gewannen die Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu Gengenbach mit ihrem Klosterladen und der Kerzenwerkstatt.
Keinen Geringeren als den heiligen Franz von Assisi haben sich die Schwestern der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen zum Vorbild genommen. Er prägte die Nachhaltigkeit als ökologisches Leitbild und gilt als Schutzpatron der Tiere und der Umwelt. Aus diesem Verständnis heraus wurden die Schwestern der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen in Gengenbach im Upcycling kreativ, und das nicht nur mit Papier. Unter dem Motto „Ich war mal ein Werbebanner“ werden in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen im Bezirk Bruchsal-Bretten e. V. und der Firma comebags Recyclingtaschen hergestellt.
Dabei werden ausgediente Veranstaltungswerbebanner von Menschen mit Behinderung zu Taschen verarbeitet. Auf Massenproduktion und Akkordarbeit wird bewusst verzichtet. So ist jede Tasche, ob Einkaufstasche, Kulturbeutel, Handytasche, Tablethülle oder Schlampermäppchen ein Unikat. Alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten erhalten einen fairen Anteil am Erlös. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Banderolen sind so verarbeitet, dass auf der Vorderseite der Taschen oft Engel zu sehen sind.
„Zusammen Großes bewegen“
Die beiden Schirmherren des Umweltpreises, Weihbischof Dr. Peter Birkhofer (Erzdiözese Freiburg) und Dr. Christiane Averbeck (Klima-Allianz Deutschland e.V.), verwiesen im Rahmen der Verleihung auf die Bedeutung des Umweltpreises. „Wenn in den dreißig Jahren Umweltpreis 148 unterschiedlichste, kreative, fantasievolle und fantastische Projekte prämiert und 134.000 Euro Preisgelder ausbezahlt wurden, dann bringt die Erzdiözese damit deutlich zum Ausdruck, dass uns die Schöpfung nicht gleichgültig ist und nicht gleichgültig sein darf“, sagte Weihbischof Dr. Birkhofer.
Dr. Christiane Averbeck bestärkte die Preisträger in ihrem Wirken: "Ihre Projekte sind Vorbilder, sie machen Mut und zeigen, dass Wandel möglich ist. Lassen Sie uns gemeinsam weiter für eine nachhaltige Zukunft arbeiten – mit Tatkraft, mit Zuversicht und mit dem festen Glauben daran, dass wir zusammen Großes bewegen können.“
Zehn Preisträger zwischen Waldshut-Tiengen und Mannheim
Die zehn Preisträger kommen aus dem gesamten Gebiet des Erzbistums Freiburg, von Waldshut-Tiengen bis Mannheim.
Den ersten Platz belegte die Kolpingsfamilie Weingarten mit ihrem Projekt „Boomerang Bags“, einer wiederverwertbaren, selbst genähten Tasche aus Baumwolle, die kostenlos in Geschäften mitgenommen werden kann. Platz 2 belegte das Mädchengymnasium St. Dominikus in Karlsruhe: die Schule hat verbindliches Umweltcurriculum für alle Klassenstufen entwickelt. Dadurch wird das Thema Umwelt auf vorbildliche Weise dauerhaft im Schulalltag integriert. Den dritten Platz beim Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg belegten die Weltladen AG sowie die Instagram AG des St. Ursula Gymnasiums Villingen, in enger Kooperation mit der Carl-Orff-Schule, mit ihrer umfangreichen Unverpackt-Aktion. Diese und viele weitere kreative Ideen wurden beim Umweltpreis 2024 der Erzdiözese Freiburg ausgezeichnet.
148 Projekte und 133.900 Euro Preisgeld in 30 Jahren
Zum fünfzehnten Mal hat die Erzdiözese Freiburg ihren Umweltpreis für kreative und innovative Projekte, Aktionen, Veranstaltungen oder Bauvorhaben vergeben, die zum Klimaschutz und zur Bewahrung der Schöpfung beitragen. Bewerben konnten sich alle kirchlichen Gruppen, Verbände, Stiftungen, Einrichtungen, Seelsorgeeinheiten, Pfarreien und Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Freiburg sowie die Verbände und Einrichtungen des diözesanen Caritasverbandes.
Aus der Rekordzahl von 38 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury zehn Preisträger ermittelt. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Mit dem Umweltpreis würdigt die Erzdiözese Freiburg seit 1994 alle zwei Jahre den besonderen Einsatz von Kirchengemeinden, Einrichtungen, Verbänden und Gruppen für die Bewahrung der Schöpfung. In den vergangenen 30 Jahren wurden insgesamt 148 Projekte und Initiativen mit Preisgeldern in Höhe von 133.900 Euro ausgezeichnet.
Details zum Umweltpreis finden Sie unter: https://www.umweltpreis-ebfr.de/.
(kas)



