Freiburg/Villingen-Schwenningen. Bei den diesjährigen Neujahrsempfängen der Erzdiözese in Freiburg (14.01.) und Villingen-Schwenningen (12.01.) rief Erzbischof Stephan Burger dazu auf, „Pilger der Hoffnung“ zu sein. Vor Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und Gesellschaft würdigte er in besonderer Weise das ehrenamtliche Engagement und den Einsatz für Frieden sowie die Bewahrung der Schöpfung.
Hoffnung und Frieden in schwierigen Zeiten
Angesichts globaler Krisen und Herausforderungen stellte der Erzbischof die Frage, „was überhaupt aus der Hoffnung auf eine friedlichere Welt geworden“ sei. Er erinnerte an die Seligsprechung von Max Josef Metzger im vergangenen Jahr, dessen Leben und Wirken für Frieden und Völkerverständigung heute als Vorbild dienen können: Eine friedlichere und humanere Welt sei nur durch den Einsatz aller für den Frieden möglich. Nur eine geeinte Christenheit könne sich glaubwürdig für Frieden und Völkerverständigung einsetzen.
Vielfältiges ehrenamtliches Engagement als Fundament
Weiter hob Erzbischof Burger die Bedeutung der zahlreichen Ehrenamtlichen hervor, die in der Erzdiözese tätig sind: „Es braucht die vielen kirchlich Ehrenamtlichen sowie Hauptberuflichen, die Mitarbeitenden in der Pastoral, die Mitglieder in unseren Räten und Gremien sowie in den verschiedenen caritativen und sozialen Einrichtungen und in unseren kirchlichen Vereinen und Verbänden.“ Besonders dankte er denen, „die in der Familie, in Nachbarschaft oder Freundeskreis jemanden betreuen, der sich selber nicht mehr helfen kann und Unterstützung benötigt.“ Rund 300.000 Ehrenamtliche sind in der Erzdiözese aktiv.
Engagement für die Schöpfung
Auch die Verantwortung für den Klimaschutz war Thema der Ansprache des Erzbischofs auf den beiden Empfängen. Mit Projekten wie der Photovoltaik-Initiative unterstreicht die Erzdiözese ihren Beitrag: „Auch wenn unsere Photovoltaik-Initiative allein die Welt nicht retten wird, sie ist und bleibt dennoch wichtig.“ Der Erzbischof zeigte sich zuversichtlich: „Wenn das Anliegen um den Klimaschutz vielen wichtig wird, besteht die berechtigte Hoffnung, noch Schlimmeres zu verhindern.“ Im Sinne eines entschiedenen Kampfes gegen den Klimawandel stellt die Erzdiözese Freiburg in den kommenden zehn Jahren insgesamt rund 120 Millionen Euro für den flächendeckenden Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf kirchlichen Immobilien bereit.
Zeugnis der Hoffnung – Das Heilige Jahr 2025
Für das Heilige Jahr 2025, das unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“ steht, rief Erzbischof Burger dazu auf, trotz aller Herausforderungen die Zuversicht nicht zu verlieren: „Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen, weil die Liebe Gottes uns trägt.“
Internationales Engagement und Ausblick
Neben lokalen Projekten blickte der Erzbischof auf internationale kirchliche Initiativen, darunter ein geplanter Besuch im Caritas-Kinderhospital von Betlehem und Einsätze in der Ukraine (mit Caritas International) und Sri Lanka (mit Misereor). Er schloss seine Ansprache mit einem Dank an alle, die durch ihr Engagement die christliche Hoffnung lebendig machen: „Lassen wir uns von Gott in dieser Hoffnung auf Leben und Zukunft durch dieses Jahr tragen!“
Hintergrund
Traditionell lädt der Erzbischof zu Beginn eines Jahres zu zwei Neujahrsempfängen ein; einen in Freiburg selbst sowie einen weiteren in einer der Regionen der Erzdiözese.
(mh)


