16.09.2026Das Erzbistum Freiburg beteiligt sich vielfältig an der „Interkulturellen Woche“.
Begegnungen schaffen, Vorurteile abbauen und ein Zeichen für ein gutes Miteinander setzen: Diese Ziele der am 27. September beginnenden bundesweiten „Interkulturellen Woche“ verfolgt das Erzbistum Freiburg gemeinsam mit den Veranstaltern – und darüber hinaus das ganze Jahr über.
In einem Gottesdienst hat Weihbischof Dr. Peter Birkhofer am Samstag (11.07.) in der Kirche St. Jodokus in Gaggenau neun Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Pastoralreferentinnen und -referenten beauftragt.
Papst Leo XIV. hat den Freiburger Weihbischof Dr. Dr. Christian Würtz (55), zum 83. Bischof von Eichstätt ernannt. Er wird Nachfolger von Gregor Maria Hanke OSB, der im Juni 2025 auf eigenen Wunsch hin zurückgetreten ist.
13.04.2026Erzbischof Stephan Burger beleuchtet bei Podiumsdiskussion der Landesärztekammer Baden-Württemberg die „Zuständigkeit für die Seel-Sorge“
Krankheiten können den Körper und auch den Geist betreffen. Am 15. April diskutiert Erzbischof Stephan Burger auf Einladung der Landesärztekammer Baden-Württemberg, wie Kirche und Medizin gemeinsam den ganzen Menschen – Körper und Seele – in den Blick nehmen können.
Erzbischof Stephan Burger hat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim) zu seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gratuliert. Die Vollversammlung der deutschen Bischöfe wählte Wilmer am 24.02. bei ihrer Frühjahrs-Sitzung in Würzburg zum Nachfolger von Bischof Georg Bätzing.
„Wir haben den Auftrag, die Welt zum Guten zu verändern“
25.12.2025Erzbischof Stephan Burger zu Weihnachten
In seiner diesjährigen Predigt zu Weihnachten (25.12.) hat Erzbischof Stephan Burger dazu aufgerufen, die christliche Friedensbotschaft als tätigen Auftrag inmitten einer von Krisen und Gewalt geprägten Welt zu begreifen. Angesichts der „Trümmerlandschaften“ in aktuellen Konfliktgebieten wie dem Gaza-Streifen, der Ukraine oder Syrien sei deutlich: Gott werde gerade auch in die Orte der Hoffnungslosigkeit, Ausgrenzung und Not hineingeboren, sagte der Erzbischof.
Weihbischof Dr. Peter Birkhofer hat am Aschermittwoch (05.03.) mit Kunstschaffenden in der Freiburger Kirche St. Johann den Beginn der Fastenzeit mit einem Wortgottesdienst gefeiert.
Ökumenische Gedenkfeier am Mahnmal in Neckarzimmern
14.10.2026 |
Baden erinnert an die vor 86 Jahren verschleppten Jüdinnen und Juden
Karlsruhe/Freiburg/Neckarzimmern. Gedenken an die Deportation badischer Jüdinnen und Juden nach Gurs: Die Evangelische Landeskirche in Baden, die Erzdiözese Freiburg und der Förderverein Mahnmal laden zu einer Gedenkfeier am Sonntag, 18. Oktober, 13.30 Uhr am ökumenischen Mahnmal der Evangelischen Jugendbildungsstätte Neckarzimmern (Steige 50) ein. Zur Erinnerung an diesen dunklen Teil deutscher Geschichte wird außerdem am 22. Oktober die Fotoausstellung „…von der Bevölkerung kaum wahrgenommen“ des Fördervereins Mahnmal in Karlsruhe eröffnet.
Vor 86 Jahren, am 22. und 23. Oktober 1940, wurden mehr als 5.600 badische Jüdinnen und Juden von den Nationalsozialisten aus ihren Heimatorten verschleppt, außerdem rund 900 Jüdinnen und Juden aus dem Saarland und der Pfalz. Die Menschen wurden [FM1] [AW2] zunächst ins Elsass und anschließend nach Südwestfrankreich gebracht. Viele von ihnen wurden im Lager Camp de Gurs interniert. Die Deportation erfolgte überraschend und unter menschenverachtenden Bedingungen: „Koffer packen und zum Abtransport bereithalten“ – mit diesem Befehl wurden jüdische Familien am frühen Morgen aus ihren Wohnungen geholt.
Das Ökumenische Jugendprojekt Mahnmal hält die Erinnerung an die Deportierten lebendig. Jugendgruppen und Schulklassen gingen in den vergangenen zwei Jahrzehnten in ihren Heimatorten auf Spurensuche und setzten sich mit den Lebensgeschichten der dort verfolgten und deportierten jüdischen Menschen auseinander. Sie gestalteten jeweils zwei Gedenksteine: Einer blieb am jeweiligen Heimatort, der andere wurde in Neckarzimmern aufgestellt. Die Gedenkstätte in Form eines Davidsterns besteht inzwischen aus 129 Gedenksteinen, die aus ebenso vielen Deportationsorten stammen.
Zur Gedenkfeier spricht unter anderem Pfarrer Stephen Lakkis, Friedensbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden, über den Zusammenhang von Krieg, Vertreibung und Vernichtung, es werden Texte von Überlebenden gelesen und der evangelische Dekan Folkhard Krall (Mosbach) hält einen geistlichen Impuls. Der evangelische Landesposaunenchor umrahmt die Veranstaltung musikalisch. Im Anschluss an die Gedenkfeier laden die Veranstaltenden alle Teilnehmenden zu Kaffee und Kuchen in den Speisesaal der Jugendbildungsstätte Neckarzimmern ein.
Fotoausstellung „… von der Bevölkerung kaum wahrgenommen“
Ebenfalls zum Gedenken an die menschenverachtenden Ereignisse vor 86 Jahren wird am Donnerstag, 22. Oktober, in der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik / Agneshaus Karlsruhe die Ausstellung "... von der Bevölkerung kaum wahrgenommen" des Fördervereins Mahnmal eröffnet. Die Vernissage findet ab 12 Uhr, direkt nach der Gedenkfeier am Karlsruher Mahnmal Ecke Sophienstraße/Waldstraße (11 Uhr), statt.
Die Ausstellung zeigt Fotografien zur Deportation der badischen Jüdinnen und Juden nach Gurs im Oktober 1940 und widmet sich damit einem bisher wenig beachteten Aspekt der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in der Zeit der NS-Herrschaft. Zu sehen sind hier alle bekannten Fotografien der Deportationen aus Bretten, Bruchsal, Gailingen, Kippenheim, Lörrach, Tauberbischofsheim und Weingarten. Die insgesamt 45 Aufnahmen widerlegen klar die Aussage Reinhard Heydrichs, die Abholung der Jüdinnen und Juden sei „von der Bevölkerung kaum wahrgenommen“ worden. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Wanderausstellung an mehreren Deportationsorten gezeigt.
Im Agneshaus Karlsruhe ist die Ausstellung vom 22. Oktober bis zum 30. November, jeweils Dienstag bis Donnerstag zwischen 10 und 15.30 Uhr, zu besichtigen. Die Anmeldung zur Ausstellung erfolgt über die Pforte am Eingang Hirschstr. 37a in Karlsruhe.